VORBEREITUNG
 
Beizen sind in einem Lösungsmittel aufgelöste Farbstoffe,die zum Färben von Holz eingesetzt werden.Sie dringen in die Holzfasern ein und verändern so den Farbton des Holzes-anders als Pigmente,die sich ungelöst auf der Holzoberfläche ablagern.Die Trägerlösung der Farbstoffe entscheidet über die Eigenschaften der Beize,d.h. über die Trockenzeit,die Verträglichkeit und die Ergiebigkeit.
Eine Beize soll die Maserung betonen und das Erscheinungsbild des Holzes verbessern.Sie muss einfach aufzutragen sein,sich mit dem Überzugmittel vertragen und sollte eine relativ kurze Trockenzeit haben.Außerdem sollte sie möglichst lichtecht sein und nicht ausbleichenBeizen eignen sich besonders zum Veredeln des Holzes und machen unansehnliche Oberflächen wieder attraktiv.Die meisten Holzbeizen dringen in das Holz ein.Beizen für die Außenanwendung aber bilden einen Film auf der Holzoberfläche und haben einen Effekt ähnlich dem Farbanstrich.Trotzdem bieten die meisten Beizen dem Holz keinen Schutz,die Oberfläche muss einen Überzug erhalten.
 
DIE RICHTIGE BEIZE
 
Für die Wahl der Beize sollte weniger die Farbe als ihre Eigenschaft ausschlaggebend sein.Die gleiche Farbwirkung kann man mit verschiedenen Beizen erzielen.Ihre Entscheidung sollte daher mehrere Überlegungen zugrunde liegen:Wie schnell soll die Beize trocknen?Welche Holzart und welches Überzugsmittel sollen verwendet werden?Wie stark wird das Werkstück in Zukunft beansprucht werden? Muss die Beize zu einem noch vorhandenen Farbton passen?
Beizen werden mit einem Pinsel aufgetragen oder mit einem nicht fusselnden Baumwolltuch,überschüssige Beize kann ebenfalls mit dem Tuch entfernt werden.
 
TIPPS UND TRICKS
 
.Beizen trocknen zwar heller,werden aber durch die nachfolgende Oberflächenbehandlung wieder dunkler.Probieren Sie das am besten an einen Holzrest oder an einer unauffälligen Stelle aus.
.Durch ein Nachbeizen lässt sich jede Fläche dunkler tönen.Es ist aber unmöglich,eine Farbe aufzuhellen,ohne auf Bleichmittel zurückzugreifen.
.Eine dunkle Beize zeigt auf einem hellen Holz eine stärkere Wirkung als auf einem dunkleren.
.Vermeiden Sie Beizläufer,indem Sie die Unterseite des Werkstücks zuerst bearbeiten.
.Tragen Sie Beize immer nass in nass auf,dmit die Obefläche nicht fleckig wird.
.Planen Sie den Beizauftrag vorher,um eine einheitliche Färbung zu erhalten.
.Feuchten Sie das Werkstück vorher ein wenig an,dann bekommen Sie eine Vorstellung davon,wie sich der Farbton durch das Auftragen eines klaren Überzugsmittels vor oder nach dem Beizen verändert wird.
.Die farbliche Abstimmung des Werkstücks sollte schrittweise erfolgen.Versuchen Sie nicht,dn gewünschten Farbton in einem Durchgang aufzutragen.Man erreicht das durch aufeinanderfolgende Aufträge.
.Verwenden Sie Lösungsmittelbeizen nicht unter Spritzlacken.Sie können Verfärbungen verursachen und lassenden Lack nur schlecht haften.
.Lösungsmittelbeizen dringen sehr schnell ein.Beim Pinselauftrag werden die ersten Streifen deshalb oft dunkler.Trgen Sie die Beize besser mit einem Tuch auf.
.Wenn die Spiritusbeize zu schnell trocknet,können Sie ien wenig Schellack beimengen,um das Auftragen zu erleichtern.
 
WAS SIE WISSEN SOLLTEN
 
Beizen kann man für jede Holzart verwenden,besonder,wenn die Maserung sehr interessant ist und durch die Beize noch betont werden kann.
Die zu beizende Fläche muss gut vorbereitet,gereinigt und geschliffen werden,damit alle Spuren von Schmutz und Fett entfernt sind.Raue Holzstellen saugen wesentlich mehr Beizflüssigkeit auf.Sie müssen deshalb besonders sorgfältig vorbereitet werden.Befeuchten Sie sie vor dem Beizen mit Wasser oder lassen Sie sie mit dünner Schellackgrundierung ein.
Wasserbeizen braucht eine Trockenzeit von 24 Stunden.
Eine Schellackversiegelung ist nach 30-40 Minuten durchgehärtet.
Spiritusbeizen sind schon nach 5 Minuten troken
Lösungsmittelbizen benötigt eine Trockenzit von 30-40 Minuten.
Dispersionsbeizen trocknen in etwa einer Stunde
Wachsbeizen sollten über Nacht ruhen.
 
WASSERBEIZEN
 
Wasserbeizen werden in Pulver- oder Kristallform hergestellt und in Wasser aufgelöst,sie sind also wesentlich umweltfreundlicher als andere Beizen.Die aus Bäumen und Pflanzen gewonnenen Farbstoffe und die daraus hergestellten Beizen erhält man im Fachgeschäft.Sie sind mit die preiswertesten Beizen und werden seit Jahrhunderten verarbeitet.Einige der natürlichen Farbstoffe werden aber bereits durch künstliche ersetzt.
Die wichtigsten Farbstoffe sind Van-Dyck-Braun,Mahagonibraun(ein warmes Braun),Nussbaum(ein gelbliches Braun)und Nigrosin (Schwarz),die sie untereinander mischen können,um den von Ihnen gewünschten Farbton zu erhalten.Die Farbintensität können Sie beeinflussen,indem Sie das Verhältniss Wasser zu Pulver verändern.Je weniger Wasser,desto intensiver die Farbe.Testen Sie Wasserbeizen immer erst auf einem Holzrest,bevor Sie sie auf das Werkstück auftragen.Auf diesem Beizmustrer sollten Sie dann auch das Überzugmittel ausprobieren.Tragen Sie die Beize immer sehr satt auf,so,als wollten Sie die Oberflche damit abwaschen.Wasserbeize trocknet langsam,Sie haben also genügend Zeit,überflüssige Beize mit einem Lappen oder mit Papier abzuwischen.
 
MATERIAL:
 
.Schutzhandschuhe
.Farbpigmente
.Glas- oder Keramikschüssel
.Rührstab aus Holz
.Baumwolltuch
.Schellackgrundierung
.Feinen Pinsel
.320er Schleifpapier
.Schleifblock
.Staubtuch
.kleine Bürste
 
ARBEITEN MIT FARBKRISTALLEN
 
Farbkristalle die in heißem Wasser aufgelöst werden,waren die gängige Beizmethode,bevor die Wasserlößlichen Acrylbeizen aufkamen.Die Kristalle erzeugen einen braunen Ton,dessen Intensität sie durch die Verdünnung steuern.


1)Tragen Sie Schutzhandschuhe und geben Sie die Farbkristalle in ein Glas- oder Keramikgefäß mit kochendem Wasser.Rühren Sie mit dem Holzlöffel oder Rührstab so lange um,bis sich die Kristalle aufgelößt haben.Je mehr Farbstoff Sie zugeben desto intensiver wird die Farbe.
2)Testen Sie die Farbe an einer verdeckten Stelle.Feuchten Sie danach die zu bearbeitende Fläche mit einem nassen fusselfreien Tuch an,damit die Beize sich gleichmäßig verteilen kann.

3)Tragen Sie mit dem Tuch die Beize in gleichmäßigen Zügen auf.Folgen Sie der Holzmaserung.

4)Wenn die ganze Fläche benetzt ist,wischen Sie die überflüssige Beize mit einem trockenen sauberen Tuch ab.Rubbeln Sie aber nicht das Holz trocken.

5)Wenn die Beize nach 24 Stunden durchgetrocknet ist,versiegeln Sie die Oberfläche mit Schellack.Arbeiten Sie in schnellen Zügen immer in Richtung der Maserung,so dass die Oberfläche insgesammt feucht bleibt und keine Stellen schon trocknet.Das würde Unebenheiten ergeben.

6)Wenn die Versiegelung trocken ist,so nach 30-40 Minuten,schleifen Sie die Fläche mit dem 320er Sandpapier vorsichtig ab.

7)Mit einem Staubtuch entfernen sie jetzt Ihre Schleifspuren.Damit wirklich keine Staubkörnchen zurück bleibt,wenden Sie das Tuch häufiger.

8)Stellen und Flächen,die von der Beize nicht erreicht wurden,behandeln sie jetzt mit einem feinen Pinsel und der Original-Beize.

 

WASSERLÖSLICHE ACRYLBEIZEN

Acrylbeizen auf Wasserbasis gibt es in einer Vielzahl von Farben,die auch noch alle untereinander gemischt werden können.Die nicht brennbaren geruchlosen Wasserfarben können für alle Holzarten eingesetzt werden.Sie trocknen sehr schnell und sind ungefährlich und ungiftig.Acrylbeizen dringen nicht ins Holz ein,sondern decken nur die Oberfläche.Sie sollten aber nicht mehr als zwei Überzüge auftragen,sonst kann die Oberfläche fleckig werden.

 

MATERIAL:

.Acrylbeize

.Baumwolltuch

.Schutzhandschuhe

.Glasgefäß

.kleinen Pinsel

1)Mit einem weichen Tuch und klarem Wasser feuchten Sie die Holzoberfläche an,damit die Holzbeize sich besser verteilen kann.

2)Da Acrylbeize keine giftigen Dämpfe entwickelt,ist sie idal für kleine Arbeiten im Haus.Ziehen Sie sich Handschuhe über,gießen Sie die Beize in eine Glasschüssel und tauchen Sie das Tuch in die Flüssigkeit.

3)Tragen Sie jetzt die Beize auf alle Oberflächen auf.Halten Sie das Werkstück möglichst waagerecht,damit sich die Beize gleichmäßig verteilt und keine Farbtränen entstehen.

4)Mit einem sauberen,leicht feuchten Tuch wischen Sie dann über die gebeizte Fläche,um die Farbe gleichmäßig zu verteilen.

5)Mit einem kleinen weichen Tuschpinsel arbeiten Sie zum Schluss die Stelle nach,die die Beize nicht erreicht hat.

 

SPIRITUSBEIZEN

Diese Beizen sind in Spiritus oder Alkohol gelöste Anilinfarben.Wegen der umfangreichen Farbpalette werden Sie gern von Schreinern genommen.Spiritusbeizen lassen sich mit dem Pinsel,einem Lappen oder mit der Spritzpistole auftragen und werden auch beim Tauchverfahren verwendet.Da Sie Spirituslöslich sind,kann man mit Ihnen auch eine Schellackpolitur abtönen.Das ist vor allem bei Farbangleichungen beim Poliervorgang sehr hilfreich.Erhält die Fläche allerdings später einen Schellacküberzug,hellt der im Schellack enthaltendem Spiritus die Beize auf.Spiritusbeizen trocknen sehr schnell,was oft zu einem fleckigen Beizbild führt.

 

DISPERSIONSBEIZEN

Diese Beizen bestehen aus fin gemahlenen Pigmenten,die in einer Flüssigkeit dispergiert (fein verteilt) sind.Dispersionsbeizen bewirken eine leicht deckende Färbung des Holzes.Sie eignen sichgut zur optischen Aufwertung minderwertiger Holzarten,da sie das Holz intensiver tönen und so attraktiver machen und werden mit einer Brste und einem Tuch aufgetragen.Überflüssige Beize müssen Sie unbedingt abwischen,sonst wird die Oberfläche fleckig und zu stark deckend.

 

NON GRAIN-RAISING BEIZEN (NGR)

Diese Beizenrichten die Holzfasern nicht wieder auf,was der Englische Name auch ausdrückt.Sie sind nur in flüssiger Form erhältlich.Die Farbstoffe sind in einer wasserlosen Lösung organischer Kohlenwasserstoffe wie Petroleum aufgelöst.Diese Beizen sind vielleicht die besten,weil sie alle wünsche auf einmal erfüllen: Sie trocknen schnell,ziehen gut ein,sind lichtecht und es gibt sie in allen Farben.Aufgetragen werden Sie mit Bürste oder Lappen.

 

ÖLBEIZEN

Diese Beizen werden fertig gemischt angeboten,die Farbstoffe sind aufgelöst in Terpentin,Naphta oder einen anderen Kohlenstoffwasserlösung.Ölbeizen können für jede Holzart genommen werden und sind beim schreinern sehr beliebt.Das Angebot ist sehr groß.Die Beizen dringen tief in das Holz ein und sind hervorragend für Aussenarbeiten geeignet,weil wasserlösliche Beize eine zu lange Trockenzeit haben und Spiritusbeizen zu schnell trocknen,um größere Flächen bearbeiten zu können.

 

CHEMISCHE BEIZEN

Chemische Beizen werden schon seit Jahrhunderten benutzt und bewirken die unterschiedlichsten Effekte.Genau genommen sind sie keine Beize im eignetlichen Sinn.Die meisten dieser Beizen sind farblos und färben das Holz nicht,sondern verändern dessen Farbton durch eine chemische Reaktion der Beize mit dem Holz oder einem seiner Bestandteile,etwa dem Gerbstoff,der sich in Eichenholz befindet.Chemische Beizen sind nicht leicht zu bekommen und können bei der Verarbeitung gefährlich werden.Zum Beizen werden hauptsächlich folgende Substanzen verwendet:Ammoniak(als10%Lösung im Wasser für dunkle Töne), Kaliumdichromat,Eisenvitriol und Kaliumkarbonat(Pottasche).

 

WACHSBEIZEN

Wachsbeizen sind Wachsemulsionen,die in verschiedenen Farbtönen als Beizlösung erhältlich sind und direkt auf das Holz oder auf eine schon bestehende Beizung aufgetragen werden können.Wachsbeizen dürfen unter Lacküberzügen wie Polyurethan- oder säurehärtenden Lacken nicht verwendet werden.Sie eignen sich aber sehr gut zum Einlassen von Profilen,Schnitzereien oder Drechselarbeiten.Tragen Sie Wachsbeize mit einem Tuch auf und reiben Sie es gut in das Holz.Lassen Sie es eine Nacht ruhen bevor sie es polieren.

 

ABDECKEN EINER INTARSIE

Der Farbkontrast zwischen verschiedenen Intarsien kann beim Beizen eines Werkstückes verloren gehen.Um die Intarsien zu schützen,tragen Sie eine weiße oder klare Politur auf.(Schellack)

 

Material:

.Tuschpinsel

.Weiße oder durchsichtige Politur

.Baumwolllappen

.Wasser- oder Ölbeize

 

 

 

 

 
 

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