HOLZ BLEICHEN 

Durch Bleichen wird der Farbton des Holzes aufgehellt.Manchmal wird es auch nötig,um die Farbe einer mit farbigen Wachs versiegelten Oberfläche zu ändern.Es gibt eine Vielzahl von Bleichmitteln,auch Haushaltsbleichmittel können auf Holz eingesetzt werden,aber am besten kaufen Sie doch ein spezielles Bleichmittel,das in zwei Komponenten angeboten wird und auf dem Holz eine stärkere Reaktion hervorruft.

 

WELCHES HOLZ BLEICHEN?

.Leicht:Esche,Ahorn,Birke,Rüster,Buche,Birne,Apfel,Hemlocktanne

.Schwer:Kirschbaum,Palisander,Satinholz,Padouk,Ebenholz,Wenge,Schwarznuss,Jakaranda

.Zwei Bleichaufträge:Mahagoni,Eiche,Nussbaum,Rotzeder,Eukalyptus,Kastanie,Eibe,Douglasie

 

MATERIAL

.Gummihandschuhe,Schutzbrille und Schutzkleidung

.Zweikomponentenbleichmittel

.Zwei Synthetik-Flachpinsel

.Zwei Keramik- oder Glasgefäße

.Essigsäurelösung

.weiche Scheuerbürste

.Baumwolltuch

.Schleifpapier und Staubmaske

 

ZWEIKOMPONENTENBLEICHMITTEL

Diese Bleichmittel werden in der Regel in zwei Flaschen angeboten,die meist mit A und B oder mit 1 und 2 gekennzeichnet sind.Die erste Flasche enthält eine Lösung die das Holz zunächst dunkler macht.Gibt man dann die Wasserstoffperoxidlösung hinzu,wird der Bleichprozess ausgelöst.Achten Sie genau darauf ,welche Flasche welche Lösung enthält und verwechseln sie Sie nie!!Das Vermischen der beiden Substanzen kann zu heftigen Reaktionen und sogar zur Explosion führen.Tragen Sie von den beiden Lösungen immer die gleiche Menge auf,ohne das Holz zu sehr zu tränken.Der entstehende Schaum bleicht das Holz durch Oxidation.

BemZweikomponentenbleichmittel müssen Sie ein Neutralisationsmittel einsetzten,das die chemische Reaktion stoppt und dafür sorgt ,dass die spätere Oberfläche nicht beeinträchtigt wird.Traditionell nimmt man eine Lösung aus Wasser und 5 Prozent Essigsäure und anschließend viel klares Wasser zum Nachspülen.

1)Wenn Sie mit Bleichmittel arbeiten,tragen sie bitte dicke Gummihandschuhe,Schutzbrille und Schutzkleidung.Arbeiten Sie nur in einem gut gelüfteten Raum oder im Freien und lesen Sie die Herstellerangaben sorgfältig durch ,bevor Sie anfangen.Wenn das Werkstück lackiert war,sollte es abgebeizt oder abgeschliffen werden.

2)Sie brauchen zwei Pinsel mit Kunststoffborsten und zwei Behälter aus Glas oder Keramik für die beiden Lösungen.Tragen Sie mit dem ersten Pinsel dieerste Lösung auf,bis das Holz gleichmäßig bedeckt ist.Dann lassen Sie das Mittel nach Vorschrift einwirken,normalerweise etwa 30 Minuten.

3)Tragen Sie jetzt mit dem zweiten Pinsel den Inhalt des zweiten Gebindes auf.Vergessen Sie nicht IhreSchutzkleidung.Das Holz wird jetzt dunkler aussehen.Die jetzt einsetztende Reaktion der beiden Lösungen wird das Holz bleichen,eventuell entstehen dabei schaumartige Blasen.Lassen Sie die Mittel einwirken,bis die gewünschte Aufhellung da ist,normalerweise zwei bis drei Stunden.

4)Zum Ende der vom Hersteller empfohlenen Zeit muss die Bleichlösung neutralisiert werden.Verdünnen Sie 1 Teil Essigsäure mit 20 Teilen Wasser und arbeiten Sie die Lösung miteiner Bürste gut ins Holz ein.Sie können Natürlich auch gleich 5%igen Haushaltsessig nehmen.

5)Zum Schluss spülen Sie die Essiglösung mit viel klarem Wasser ab und trocknen das Werkstück mit einem Tuch.Lassen Sie es dann gut durchtrocknen-aber nicht direkt an der Heizung.Danach ist es fertig für den nächsten Arbeitsschritt.Vergessen Sie beim schleifen nicht die Staubmaske.

TIPPS UND TRICKS

.Um die Bleichung zu stoppen,spülen Sie mit klarem Wasser .

.Große Werkstücke können sich nach dem Anfeuchten

durchbiegen.Verstärken Sie die Unterseite mit einer Leiste.

.Wenn sich auf der Oberfläche Schaum bildet,entfernen Sie ihn mit Wasser und Bürste.

 

GESUNDHEIT UND SICHERHEIT


.Da Bleichmittel auch mit Metall reagieren(deswegen werden sie ja auch zum Entfernen von Metallflecken eingesetzt),dürfen Sie nur Glas- oder Keramikbehälter verwenden.

.Tragn Sie Schutzhandschuhe,Schutzbrille und Schutzkleidung bei der Arbeit.

.Verarbeiten Sie Bleichmittel nur im Freien oder in gut gelüfteten Räumen.

.Lesen Sie die Herstellerhinweise sorgfältig und beachten Sie die Sicherheitstipps

.Halten Sie einen großen Eimer mit Wasser und einem Schwamm bereit,falls es doch einmal Spritzer geben sollte.

.Tragen Sie eine Staubmaske,wenn Sie das gebleichte Stück schlifen.

.Lagern Sie die Chemikalien an einem trockenen,dunklen Ort,niemals im Sonnenlicht.

.Halten Sie Chemikalien fern von Kindern und füllen Sie sie nie in Lebensmittelbehälter.Sie könnten versehentlich gegessen oder getrunken werden.

.Wenn Bleichmittel auf die Haut gelangt,waschen Sie es sofort mit viel Wasser ab.

 

HOLZ FÄRBEN

Holz kann entweder mit Pigmenten oder mit Farbstoffen eingefärbt werden.Farbstoffe sind in einer chemischen Flüssigkeit gelöst und dringen in die Holzfaser ein,während Pigmente in einer Trägerflüssigkeit schwimmen und sich nur auf die Oberfläche der Holzfaser legen.Pigmente werden gerne genommen,um einen Defekt oder Astknoten im Holz abzudecken oder eine polierte Oberfläche aufzuarbeiten.Farbstoffe sind die Färbemittel in Beizen,die dem Holz ein anders Aussehen geben.

 

MATERIAL

.Gummihandschuhe

.weißes Papier oder eine alte weiße Platte zum Mischen.

.Tuschpinsel

.Eine Auswahl von Pigmenten und Farbstoffen

.Spiritus und/oder Schellack

.Kittmesser

 

FARBSTOFF UND BEIZEN

Farbstoffe werden Bestandteil der Holzfaser und werden eingesetzt,um Holz einzufärben.Ihre Transparenz lässt aber die Maserung durchscheinen.Beim Beizen geht es darum,den natürlichen Farbton des Holzes zu betonen.Das kann bedeuten ein warmes Holz  durch einen roten Ton noch zu betonen oder ein zu dominantes Rot mit etwas grün zu dämpfen.Man kann das ganze werkstück färben oder nur einzelne Teile,besonders bei Restaurierungen,wenn neue Teile mit dem alten Körper nicht harmonieren.Es ist normal das Beine oder Zargen eines Tisches von einer anderen Holzart stammen als die Platte.Die originalen Holztöne variieren dann natürlich sehr stark,was man mit Farben aber gut korrigieren kann.Schauen Sie sich ihr Holz ganz genau an, um zu entscheiden,welcher Farbton am besten passt. In diesem Fall gilt "Probieren geht über studieren",testen Sie möglichst viele Farben auf verschiedenen Untergründen und vergleichen Sie die Resultate.Mit wenig Praxis entwikeln Sie ein Gefühl für Farben und können ihre Wirkung später schon auf kleinen Holzresten beurteilen,bevor die Farben im großen zum Einsatz kommen.Versuchen Sie nicht ,ein Holzstück in einem Zug einzufärben,gehen Sie Schrittweise vor und steigern Sie den Anteil an Farbstoffen.Versuchen Sie die feinen Unterschiede der Maserung nachzuahmen.Tragen Sie die Farbe auf kleinen Flächen mit dem Pinsel auf,auf größere mit dem Wattebausch.Bemühen Sie sich um einen klaren,natürlich wirkenden Holzfarbton.Aufgrund der Wabenartigen Zellstruktur des Holzes werden Licht und Farbe unterschiedlich reflektiert.Nehmen Sie die Farbangleichung also möglichst von einem bestimmten Blickwinkel aus vor.Ein Stuhl sollte man auf den Boden stellen und eine Wanduhr in Brusthöhe bearbeiten.Die meisten Holzarten haben einen Braunton,vom Beige der Eiche bis zum Braunschwarz des Ebenholzes.Viele Hölzer können mit Bismrckbraun (einer rötlichen Farbe) und schwarzer Spiritusbeize angeglichen werden,wobei Grün,Blau und Gelb zum Abtönen verwendet werden.

 

PIGMENTE

Pigmente müssen vorab gemischt werden,bevor man sie aufträgt und auf dem werkstück die gewünschte Farbe erzielen.Anders als Beizen sind Pigmentfarben nicht transparent,d.h. sie sind deckend.Die vielen Pigmente haben eindrucksvolle Namen,aber für die Oberflächenbehandlung braucht man nicht mehr als acht Pigmente,die mit Spiritus oder Schellackpolitur gemischt werden.Die angefärbte Politur tragen Sie am besten mit einem Polierballen oder einem Pinsel auf.Pigmente sind sehr ergiebig und sollten nur in kleinen Mengen fertig gemischt werden.Geben Sie das Pulver mit einem Kittmesser zu.Benutzen Sie einen Tuschpinsel,um Pigmente auf Fehlstellungen aufzutragen.Eine ruhige Hand ist dabei wichtig.

 

TIPPS UND TRICKS

.Mischen Sie die Pigmente auf einem Stück Papier,wenn es schnell gehen soll.

.Mischen Sie sorgfältig und ohne Hast.

.Arbeiten Sie bei Tageslicht

.Sehen Sie sich die Farbe des Holzes und der Maserung genau an.

.Färben Sie das Werkstück,wenn es in der richtigen Höhe steht.Ein Stuhl steht auf dem Boden und nicht auf der Werkbank.

.Am häufigsten wird der Fehler gemacht,die Farbe zu dunkel zu wählen.Arbeiten sie ruhig und Schritt für Schritt.Versuchen Sie nicht die perfekte Färbung in einem Zug zu erzielen.

.Das Werkstück muß gründlich geschliffen und gereinigt sein,es dürfen keine Spuren von Staub oder Schmiere zurückbleiben