Das Ölen ist eines der ältesten Verfahren zum Schutz und zur Veredelung von Holzoberflächen.Früher wurden dazu in der Regel Leinöl verwendet.Öloberflächen werden zunehmend beliebter,weil sie sich leicht auffrischen und pflegen lassen.Außerdem kann man im Gegensatz zu Lackoberflächen bei einer geölten Fläche den Reiz des Holzes noch fühlen.

 

MATERIAL:

.mittelfeines Schleifpapier

.Ziehklinge oder Schaber

.Baumwolltuch

.Terpentinersatz

.Öl

.Feines Siliziumkarbid-Schleifpapier

.Staubtuch

.feine Stahlwolle 0000

.Schutzhandschuhe

 

Eine Öloberfläche besitzt zwar nicht die gleiche Strapazierfähigkeit wie moderne Lackoberflächen und bekommt auch leichter Flecken oder Kratzer,aber das Öl kann auf fast allen Holzarten eingesetzt werden und unterstreicht die natürlichen Qualitäten des Holzes.Teakholz,Palisander,Afrormosia und Eiche erhalten oft eine Öloberfläche.

 

LEINÖL/LEINÖLFIRNIS

Als Leinölfirnis wird Leinöl bezeichnet,dem Trockenmittel beigegeben wurden.Leinöl ist Oberflächenschutz für alle Hölzer im Innenbereich, insbesondere Möbel, Türen, Arbeitsplatten,etc. und zur Behandlung von Naturstein und Kork. Leinöl ist diffusionsfähig, schmutz- und wasserabweisend, hat ein gutes Eindringvermögen, feuert die Holzmaserung an, verleiht hellen Hölzern eine warme Honigtönung, reißt nicht und blättert nicht ab, läßt sich bei Beschädigung örtlich nacharbeiten und ist sehr ergiebig. Nach Abbinden können Leinölbehandelte Oberflächen auch unbedenklich mit Lebensmittel in Kontakt kommen.

Eine Leinöloberfläche ist einfach herzustellen.Sie brauchen allerdings einige Zeit,um durchzutrocknen.Neues Holz bedarf meist mehrerer Leinölüberzüge.Wegen des komplizierten Oxidationsvorgangs trocknet Leinöl nicht so schnell wie Leinölfirnis.Leinölfirnis ist gekochtes Leinöl und zumTeil schon oxidiert,es braucht etwa einen Tag zum Trocknen,rohes Leinöl dagegen 3 Tage.Leinöl ist allerdings beständiger gegen Witterungseinflüsse,doch weder Leinöl noch Leinölfirnis sind für die Anwendung im Freien geeignet.Das Erhitzen von Leinöl verringert seine Viskosität und fördert das Eindringen ins Holz.Es kann sich dabei jedoch leicht entzünden.Der sicherste Weg ,es anzuwärmen ist,den Behälter mit Leinöl in ein sehr heißes Wasserbad zu stellen.

 

DANISH OIL,TEAK- UND TUNGÖL

Teaköl und Danish oil trocknen schneller als Leinöl und bilden einen widerstandsfähigen Überzug,Teaköl hinterlässt einen leichten Glanz,Danish Oil einen natürlichen Mattglanz.Beide Öle sind für neue Werkstücke gut geeignet,für alte Stücke nimmt man besser Leinöl.Einige dieser Öle sind eingefärbt und alle enthalten Trocknungsmittel und manchmal auch Tungöl zur Verbesserungen ihrer Schutzeigenschaften.Reines Tungöl ist ebenfalls erhältlich.Es wird aus den Samen des chinesischen Tungbaums gewonnen und genauso aufgetragen wie Teak- oder Danish Oil.

 

LACKFIRNIS

Um einen härteren Überzug zu erhalten,kann man dem Leinöl öllack beimischen.Die Überzugsschicht wird dicker und strapazierfähiger als bei reinem Öl und glänzt auch besser.Lackfirnis gibt es fertig zu kaufen.Tragen Sie den Firnis mit einem Tuch oder Pinsel auf und lassen Sie ihn trocknen.Für eine glänzende Oberfläche reiben Sie mit einem weichen Tuch nach,für eine matte Oberfläche schleifen Sie mit Stahlwolle 0000 und wachsen anschließend.

 

ÖL AUFTRAGEN

1)Bereiten Sie die Holzoberfläche mit einem mittelfeinen Schleifpapier vor,schleifen Sie immer im Verlauf der Holzfasern.Für große Flächen ist vielleicht eine Ziehklinge einfacher.

2)Reinigen Sie dann das Möbelstück mit einem feuchten Tuch.Von Natur aus leicht ölige Hölzer wie Teak und Iroko müssen vielleicht noch mit Terpentinersatz gereinigt werden.

3)Tragen Sie das Öl mit einem sauberen fusselfreien Tuch auf,dass Sie zu einem Ballen gefaltet und satt mit Öl geträngt haben.Das Möbel soll überall gleichmäßig feucht sein.Arbeiten Sie nur in einem gut belüfteten Raum oder im Freien und weit weg von einer offenen Flamme.

4)Geben Sie das Öl in langen,lockeren Bewegungen aufs Holz,immer in Richtung der Maserung.Tränken Sie den Ölballen regelmäßig.Es ist wichtig,dass die Holzfasern richtig nass werden,sonst wird die Oberfläche fleckig.Entsorgen Sie die Ölballen sorgfältig,sie können sich selbst entzünden!!

5) Sie müssen wahrscheinlich zwei oder drei Schichten Öl aufbringen,das hängt vom Wetter in Ihrer Region ab. Lassen Sie jede Schicht gut durchtrocknen,bevor Sie die nächste auftragen.Prüfen Sie ob das Öl trocken ist,indem Sie mit der Hand über die Oberfläche streichen und auf Ölspuren achten.Bevor Sie weitere Schichten aufbringen,schlifen Sie die Oberfläche mit feinem Siliziumkarbid-Schleifpapier ab.

6)Mit einer feinen Stahlwolle 0000 arbeiten Sie jetzt den entgültigen Glanz heraus.Tragen Sie Schutzhandschuhe,weil die Stahlwolle die Haut reizen kann,und putzen Sie das Holz immer in Richtung der Fasern mit gleich bleibenden Druck.,bis sich ein matter Glanz entwickelt.Zum Schluss wischen Sie das Möbelstück mit einem weichen Tuch noch einmal sauber.

 

WAS SIE WISSEN SOLLTEN

 

Jedes Holz kann geölt werden.

Vergewissern Sie sich das die Oberfläche glatt ,eben und staubfrei ist.Wenn Sie die Oberfläche beizen wollen,tun Sie das vor dem einölen und nehmen Sie eine wasserlösliche Beize,weil eine ölhaltige Beize mit der späteren Oberfläche reagieren und Flecken verursachen würde.

Beim Ölen sehr dünner Werkstücke besteht die Gefahr,dass sie sich beim Trocknen verziehen.

.Rohes Leinöl braucht 3 Tage zum trocknen.

.Leinölfirnis trocknet in 24 Stunden.

.Teaköl und Danish Oil brauchen 12 Stunden

.Polyurethanöl trocknet schon über Nacht

 

TIPPS UND TRICKS

.Um Leinöl besser auftragen zu können,gießen Sie das öl in ein Gefäß,das Sie wiederum in ein heißes Wasserbad stellen.

.Ein ausreichender Ölauftrag erkennt man an der Bildung öliger Flecken

.Öl verleiht der Holzoberfläche einen dunkleren Ton

 

GESUNDHEIT UND SICHERHEIT

.Lassen Sie einen ölgetränkten Lappen niemals zusammengeknüllt liegen.Beim Oxidieren entwickelt sich Wärme,die zu einer Selbstentzündung führen kann.Lassen Sie solche Lappen imFreien trocknen

.Für hölzerneSalatschüsseln oder andere Gegenstände,die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen,verwendet man Speiseöle wie zum Beispiel Olivenöl.

.Arbeiten Sie nur in einem gut belüfteten Raum oder im Freien und weit weg von jeder offenen Flamme!!

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